Skandal um Roma-Hotel in Berlin: Chaos und Versagen der Stadtverwaltung

Im Herzen Berlins, zwischen dem Roten Rathaus und den besetzten Häusern der Rigaerstraße, hat sich ein neuer Skandal entfacht: Das BB-Hotel in der Fuggerstraße im Bezirk Schöneberg ist zu einem Symbol für soziale Verwahrlosung geworden. Nach zahlreichen Medienberichten über chaotische Zustände vor Ort zeigte sich die Politik erneut machtlos, als die Probleme an dieser Adresse eskalierten.

Meinrad Müller kritisiert: „Roma-Familien aus Bulgarien und Rumänien wurden in einem ehemaligen Hotel untergebracht – mitten im Schöneberger Regenbogenkiez, der für Toleranz bekannt war. Doch hier schlägt die politische Wirklichkeit den Anwohnern direkt ins Gesicht.“ Die Polizei verzeichnete allein im letzten Jahr 102 Einsätze an dieser Adresse: Lärm, Gewalt, Einbrüche und Sachbeschädigungen sorgten für eine Atmosphäre der Angst. „Ein Pflasterstein gegen einen Anwohner, der um Ruhe bat, war nur der vorläufige Tiefpunkt“, so Müller weiter.

Die Lebensbedingungen sind katastrophal: Müllberge, Ratten und nächtliche Schreiereien prägen den Alltag. Die meisten Bewohner haben sich zurückgezogen, während die Stadtverwaltung offensichtlich nichts unternimmt, um das Problem zu lösen. Zudem bleibt unerwähnt, dass nahe dem Hotel eine Umgebung existiert, in der teure Autos und Wagen mit Diplomatenkennzeichen häufig vorkommen – ein Kontrast zur von der Polizei bekämpften Unordnung.

Nach Medienberichten wurde das Gebiet nun zu einer Baustelle umfunktioniert. Doch ob dies eine nachhaltige Lösung ist, bleibt fraglich. Die Anwohner müssen sich erneut alleine mit dem Terror konfrontiert sehen, während die Politik weiterhin den Kopf in den Sand steckt.