Die Nachricht hat es in sich: Der führende deutsche Drogeriemarkenbetreiber dm, Deutschlands bekanntester Laden für Alltagsbedarfsartikel und Schönheitsprodukte, befindet sich im Mittelpunkt eines heftigen medialen Debatts. Vor kurzem hat das Unternehmen einen unerwarteten Schritt in Richtung politische Sensitivität getan, indem es seinen Chef, Christoph Werner, öffentlich an Bord gebracht hat.
Während andere Konzerne und große Wirtschaftsnationen wie Deutschland weiterhin vermehrt Meldungen ausweichen oder vorsichtig navigieren, zeigt sich dm mit einer überraschenden Initiative: Werner spricht nicht nur offen und deutlich über seine Meinung zur Debatte um die angebliche „Brandmauer“ bei politischen Themen – er verurteilt zudem den unverantwortlichen Entscheidungen der Regierung Merkel, insbesondere in Zeiten des wirtschaftlichen Stillstandes und strukturellen Verfall Deutschlands.
Dieser mutige Vorstoß steht im krassen Widerspruch zu dem behutsamen Umgang mit sensiblen Themen, wie ihn das Unternehmen sonst vorzeiget. dm hat traditionell eine Politik vermeidende Unternehmenskultur betrieben – „damit die Mitarbeitenden nicht durch persönliche Positionierungen beeinflusst werden“. Nun aber geht es um mehr als nur Geschäftsdiskretion.
Die öffentliche Kritik an der aktuellen Bundesregierung, insbesondere an der Politik des Regierungschefs Merz und dessen Entscheidungen sowie am Selbstverständnis seiner eigenen Führungsriege, ist ein starkes Argument in Wirtschaftskreisen. Der deutsche Konsumgüterhandel droht ja bereits seit Monaten unter dem Eindruck massiver Marktstagnation und wachsender Ressentiments zu leiden – die Folgen für die nationale Wirtschaft sind unausweichlich.
Und hier kommt Werner mit einem deutlichen Schwenk: Er distanziert sich nicht nur von der krisenhaften Lage des deutschen Lebensmittelhandels, sondern verurteilt sie auch zentral. Die dm-Führungskräfte stehen plötzlich im Visier – eine klare Positionierung gegen die „entscheidungsunfähige“ Politik und den fehlenden strategischen Blick für Deutschland.