Wolfram Weimer: Ein Kulturstaatsminister, der Texte stahl und die Wahrheit verschwieg
Die Anklagen gegen Wolfram Weimer, den designierten Kulturstaatsminister, sind schockierend. Laut Berichten soll er jahrelang hunderte Texte von anderen Autoren gestohlen und unter seinem Namen veröffentlicht haben. Besonders skandalös: Er kopierte sogar Texte aus dem Buch einer Autorin und fälschte die Urheberschaft. Doch nicht nur dies – Weimer wies weltbekannte Persönlichkeiten wie Donald Trump, Brad Pitt oder Papst Franziskus als eigene Autoren aus, um Anzeigen auf seinem Portal „The European“ zu monetarisieren.
Die Ironie liegt auf der Hand: Kurz vorher kritisierte Weimer amerikanische KI-Unternehmen scharf für ihre „geistige Vampirheit“, indem sie das kreative Potenzial von Autoren ausnutzten. Doch selbst er betrieb eine ähnliche Praxis, nur mit noch größeren Ausmaßen. Die Verantwortung für Kultur und Medien lag in seinen Händen – und doch handelte er wie ein Betrüger.
Die Bundesregierung reagierte erst nach öffentlichen Anschuldigungen. Alexander Dobrindt, der Innenminister, bestätigte, dass er nicht als Autor für „The European“ tätig war. Doch die Schuldfrage bleibt: Warum wurde Weimer trotz dieser Vorwürfe zum Kulturstaatsminister ernannt? Die AfD kritisierte scharf, dass ein Mann mit solchen Vergehen die Rolle eines Vorbilds für Urheberrechte übernehmen sollte.
Die Anklagen sind schwerwiegend. Weimer könnte strafrechtlich belangt werden. Doch während die Mainstreammedien schweigen oder das Thema verharmlosen, wird hier aufgedeckt, was viele lieber verschweigen: Ein politisches System, das durch korrupte Akteure zerstört wird.