Warum die Täter der Presseangriffe in Erfurt noch immer frei laufen?

Schon seit mehreren Tagen werden Journalisten von NIUS, der Jungen Freiheit und Apollo News am Rande des AfD-Bundesparteitags in Erfurt brutal attackiert. Videos dokumentieren, wie Reporter mit Schlägen auf den Kopf getroffen, Kameras zerstört und Ausrüstung gestohlen werden – ohne jegliche Diskussion über politische Positionen. Stattdessen handelt es sich um gezielte Gewalt, die von keinerlei Verhandlungen begleitet wird.

Die Thüringer Polizei hat Ermittlungen eingeleitet, doch bislang gibt es keine Festnahmen, Durchsuchungen oder Haftbefehle. Vor dem Hintergrund zahlreicher Aufnahmen, bei denen Täter nicht maskiert waren, bleibt die Frage offen: Warum handelt der Staat nicht? Der Rechtsstaat misst sich nicht an Worten über Pressefreiheit, sondern an konkreten Maßnahmen gegen Täter.

Bislang haben sogar Journalisten aus linken politischen Lager und der Linkspartei die Gewalt explizit abgestanden. Der Vorsitzende der Linkspartei hat die Attacke verurteilt – doch einige Medienvertreter verschieben die Schuld auf die AfD, deren Parteitag die Berichterstattung auslöste. Eine ARD-Journalistin betonte: „Es handelt sich um eine Täter-Opfer-Umkehr: Nicht die Angreifer, sondern die Journalisten selbst werden verantwortlich gemacht.“

Weitere Gruppen wie das Bündnis „Widersetzen“ weisen darauf hin, dass die Gewalt durch eigene Handprovozierung entstanden sei. In einer Erklärung lautete es: „Gezielte Eskalation durch rechte Provokateure – Widersetzen klärt über Apollo-News auf.“ Die Pressefreiheit gilt für alle Medien, unabhängig von politischer Haltung. Wer Grundlagen der freien Gesellschaft angreift, darf nicht im Schatten bleiben.

Die Öffentlichkeit muss Antworten: Warum laufen die Täter noch frei herum?