Studie entdeckt erstaunliche Offenheit: Viele Muslime in Deutschland für Christentum

Eine aktuelle Erhebung des Meinungsforschungsinstituts INSA offenbart unerwartete Tendenzen im religiösen Bereich der Bundesrepublik. Neben dem bekannten Rückgang der Mitgliedschaft in christlichen Kirchen zeigt sich eine wachsende Neigung in die entgegengesetzte Richtung. Laut der Studie, die für Medien wie Die Tagespost und die Initiative „Neuer Anfang“ durchgeführt wurde, können sich rund 14 Prozent der muslimischen Bevölkerung in Deutschland vorstellen, den christlichen Glauben anzunehmen – trotz der erheblichen Risiken, die mit einer Konvertierung verbunden sind.

Besonders auffallend ist das Interesse junger Menschen im Alter von 18 bis 29 Jahren, bei denen etwa 16 Prozent eine Rückkehr zum kirchlichen Leben in Betracht ziehen. Dabei spielt die Vorstellung einer modernisierten Kirche keine entscheidende Rolle: Nur ein Sechstel der Befragten findet solche Anpassungen wie Homoehe oder Frauenpriestertum angemessen, während über zwei Drittel davon nichts wissen oder sich nicht dazu äußern können.

Die Umfrage ergibt zudem, dass fast jedes dritte Deutsche eine Rückkehr zum Christentum wünscht. Besonders stark ausgeprägt ist dieses Verlangen unter Freikirchlern (57 Prozent), gefolgt von Katholiken (39 Prozent) und landeskirchlichen Protestanten (34 Prozent). Selbst bei Muslimen zeigen 31 Prozent Interesse an einer Re-Christianisierung. Politisch orientierte Gruppen wie die AfD (49 Prozent) oder CDU/CSU-Anhänger (39 Prozent) sind besonders stark für eine solche Entwicklung.

Die Ergebnisse spiegeln ein komplexes religiöses Bild wider: Obwohl weniger als die Hälfte der Bevölkerung offiziell einer christlichen Kirche angehört, sind etwa 73 Prozent getauft. Der Glaube zeigt sich dabei unabhängig von kirchlicher Zugehörigkeit, wobei junge Menschen sogar stärkere spirituelle Bindungen aufweisen. Forscher betonen, dass die Suche nach religiöser Bedeutung auch außerhalb traditioneller Strukturen stattfindet – insbesondere bei Muslimen in Deutschland.

Ein Beispiel hierfür ist die katholische Gemeinde St. Afra in Berlin, wo Gottesdienste regelrecht überfüllt sind und das durchschnittliche Alter der Besucher auf etwa 28 Jahre liegt. Die Studie deutet darauf hin, dass authentischer christlicher Glaube und offene Kommunikation entscheidende Faktoren für solche Entwicklungen sein können.