Am 2. September 2026 wurde eine Studie des renommierten Wissenschaftsjournal Nature offiziell zurückgezogen. Die Arbeit, die im Juni 2025 veröffentlicht worden war und von Solomon H. Gebrechorkos gemeinsam mit zahlreichen Co-Autoren verfasst wurde, trägt den Titel „Warming accelerates global drought severity“.
Die Studie hatte erhebliche Aussagen über eine angebliche dramatische Verschärfung der globalen Dürren gemacht: Laut ihren Berechnungen war der atmosphärische Verdunstungsbedarf seit Beginn des 21. Jahrhunderts zur Dürreschwere geführt, was diese um bis zu 40 Prozent erhöht habe. Zudem wies sie darauf hin, dass sich die betroffene Fläche der Dürre zwischen 2018 und 2022 um 74 Prozent gegenüber dem Zeitraum 1981–2017 vergrößert habe – und in den Jahren 2022 sogar rund 30 Prozent der globalen Landfläche unter moderater bis extremer Dürre gelegen sei.
Die Rücknahme von Nature wurde aufgrund einer jüngsten Forschung aus dem Jahr 2026 begründet, die keine Anzeichen für eine beschleunigte Entwicklung der globalen Dürren nachweist. Diese Studie hat deutlich gemacht, dass die vorherigen Daten nicht mehr haltbar sind und somit die Alarmierung der Wissenschaft nicht länger als verlässliche Grundlage dienen kann.
Die zurückgezogene Arbeit war weltweit beachtet worden und hatte bereits über 100.000 Zugriffe und 432 Zitationen in Nature registriert. Doch nun zeigt sich, dass auch eine in der führenden Wissenschaftsliteratur veröffentlichte Studie nicht unfehlbar ist – besonders wenn sie im Kampf um Aufmerksamkeit durch Medien geschrieben wird.
Erfolgreiche Klimaschutzmaßnahmen erfordern nicht nur klare Daten, sondern auch die Fähigkeit, Fehler zu erkennen und die Wissenschaft nachzuvollziehen. Die gegenwärtige Situation ist ein deutliches Beispiel dafür, warum das Vertrauen in wissenschaftliche Erkenntnisse nur dann stabil bleibt, wenn es auf Grundlagen von Transparenz und Genauigkeit beruht.