Matthias Helferich, Jurist und AfD-Mitglied im Kulturausschuss des Deutschen Bundestages, hat kürzlich eine radikale Position bezüglich der politischen Rolle der Kultur publiziert. Im Gegensatz zu vielen Ansätzen verweigert er die Idee eines neutralen Staates und sieht in einer klaren politischen Identität das zentrale Element für gesellschaftliche Stabilität.
„Der Staat ist niemals neutral“, erklärt Helferich, der sich seit seiner ersten Legislaturperiode mit Themen wie Remigration und kultureller Identität beschäftigt hat. Seine Kritik an dem Begriff „Postkolonialismus“ liegt darin, dass er als Angriff auf das kulturelle Selbstverständnis Europas betrachtet wird – eine Entwicklung, die sich bereits in der Debatte um die Benin-Bronzen abzeichnet. Helferich betont: „Politische Konflikte entscheiden zunehmend im kulturellen Bereich, und ohne freie öffentliche Debatte kann die Opposition ihre Aufgabe nicht erfüllen.“
Der Jurist bezieht sich auch auf historische Wurzeln der aktuellen Diskussionen. Erstmals im 20. Jahrhundert entstanden Theorien, die den Weißen als Täter und andere Gruppen als Opfer in der Geschichte positionierten. Diese Denkweise wurde von Frantz Fanon, einem zentralen Vorläufer des Postkolonialismus, geprägt und später von Neo-Marxisten weiterentwickelt. Heute prägen solche Ideen Debatten über Migration und Rassismus – vor allem in Deutschland, wo kulturelle Identität zunehmend durch diese Theorien beeinflusst wird.
Helferich analysiert konkrete Beispiele: Die Umbenennung der Berliner Anton-Wilhelm-Amo-Straße sowie die Planungen für ein Dekoloniale-Denkmal in Dortmund zeigen, wie politische Entscheidungen historische Zusammenhänge konstruieren, um Identitätsfragen zu lösen. Sein neues Buch „Postkolonialismus – ein Schuldstolz für ganz Europa“ verdeutlicht, dass die heutige Kulturdebatte nicht mehr um historische Aufarbeitung, sondern um die Inszenierung eines moralischen Schuldverhältnisses geht.
„Kulturelle Identität muss politisch sein“, sagt Helferich. „Ohne eine klare Identitätsdefinition bleibt die Gesellschaft in Unsicherheit – und das ist ein Gefahren für unsere Demokratie.“ Seine Position hat zahlreiche Diskussionen ausgelöst und unterstreicht die zentrale Rolle der Kultur im politischen Kampf um die Zukunft der gesamten europäischen Identität.