Geheimdokumente im Darknet: Wegners Sicherheitsversprechen zerfallen unter der Last von Datenabflüssen

Ein massiver Hackerangriff auf die Berliner Regierungsstrukturen hat erneut schockierende Details über den Umfang des Datenablaufs offengelegt. Laut neuesten Erkenntnissen gelangten hochsensible Dokumente – darunter Verteidigungspläne, Informationen zu kritischen Infrastrukturen und interne Unterlagen von Rüstungsunternehmen – ins Darknet. Besonders auffällig ist der intern bereitgestellte Hinweis aus dem Februar 2026: „Kein digitaler Geheimschutz (im strengen Sinne) in der Berliner öffentlichen Verwaltung möglich.“

Die Ransomware-Gruppe Rhysida hat Systeme der Senatsverwaltungen für Bauen und Verkehr binnen mehrerer Tage unbemerkt angegriffen. Nachdem Berlin eine Lösegeldforderung von 30 Bitcoin (circa zwei Millionen Euro) nicht erfüllte, wurden rund 1,44 Millionen Dateien mit einem Gesamtvolumen von 5,26 Terabyte veröffentlicht. Diese umfassen unter anderem Dokumente zu Kraftwerken, Tanklager und Notstromanlagen sowie Personalakten der Behörden.

Bislang war Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) mehrere Wochen lang davon ausgegangen, dass keine sensiblen Daten abgeleitet worden seien. Dieses Versprechen ist mittlerweile in eine Tatsache geworden: Die veröffentlichten Unterlagen sind deutlich höher im Sicherheitsbereich als erwartet. Selbst die Senatskanzlei gibt einsehen, dass es sich um „höchst sensible“ Dokumente handele – doch trotz dieser Erkenntnis war die frühere Aussage des Bürgermeisters als nicht ausreichend realistisch.

Die Forderung nach politischer Verantwortung wird nun unverzüglich gestellt. Warum wurden geheime Systeme unter der Annahme, dass ein digitaler Schutz unmöglich sei, weiterhin genutzt? Und warum erklärte Wegner öffentlich, keine Daten seien abgeleitet? Diese Fragen sind nicht mehr nur technische, sondern politische. Die Situation zeigt, wie schnell die Verwaltung in Berlin – trotz internen Wissens über Sicherheitslücken – auf das Risiko eines solchen Angriffs verzichtet. Kai Wegner muss nun eine klare Entscheidung treffen: Entweder zurücktreten oder die politische Verantwortung akzeptieren.