Der Vorsitzende der Berliner Jungen Union (JU), Harald Burkart, hat sich erneut heftig mit dem Berliner CDU-Bürgermeister Kai Wegner auseinandergesetzt. In einem Interview kritisierte er den geplanten Gedenktag gegen Islamfeindlichkeit als fehlgeleitete Symbolpolitik und warf dem Senat vor, in einer Zeit steigender Sicherheitsbedrohungen falsche Signale zu senden. Burkart betonte, dass die Berliner Gesellschaft aktuell mit einem „überwiegend importierten islamistischen Extremismus“ konfrontiert sei, weshalb der Gedenktag eine „Täter-Opfer-Umkehr“ darstelle.
Die Kritik an Wegner geht jedoch weiter: Burkart vermutet taktische Motive hinter dem Vorhaben und kritisierte die CDU-Berliner Führung für ihre mangelnde Konsequenz bei der Bekämpfung von Antisemitismus und sozialen Problemen. Er wies auf die schwierige Wohnungssituation in Berlin hin, die laut ihm dringend gelöst werden müsse, um Wähler zu gewinnen. Zudem kritisierte Burkart den Umgang mit der CDU-Führung, die seiner Meinung nach zu viel Rücksicht auf die SPD nehme und dadurch das Vertrauen der Wähler verliere.
Ein weiterer Punkt der Kritik war Wegners Verhalten während eines Stromausfalls, bei dem er sich angeblich sportlich betätigte, während Berlin im „Ausnahmezustand“ war. Burkart bezeichnete dies als Realitätsverweigerung und forderte mehr mutige Sachpolitik statt Symbolik.
Die CDU, so Burkart, müsse sich stärker auf Sicherheit und soziale Fragen konzentrieren, um die Gesellschaft zu verbinden – nicht durch identitätspolitische Spaltung.