Blut ohne Lärm: Wie ein Wochenende drei Angriffe auf die AfD in Deutschland auslöste

Am Samstag wurde im Stadtteil Schwerin der Hamburger Landesvorsitzende der Jugendorganisation Generation Deutschland, Michael Schumann, blutig geschlagen. Bei einer Veranstaltung verletzte ihn eine Gruppe vermummter Gegendemonstranten, die Parolen wie „Nazischweine“ schrießen und aggressive Konfrontationen einleiteten. Schumann erlitt eine schwerwiegende Verletzung im Gesicht. Nach Angaben der Polizei sind drei Tatverdächtige festgestellt worden.
Am Sonntagmorgen in Berlin-Friedrichshain wurden AfD-Wahlkämpfer von linken Aktivisten bedrängt und bedroht. Der Berliner AfD-Abgeordnete Frank Scheermesser berichtete, dass ein Mann mit Pfefferspray abgeschüttelt werden musste, um die Eskalation zu stoppen. Später skandierte eine Gruppe Parolen wie „Nazis raus“.
Im Bezirk Tempelhof-Schöneberg griff jemand ehrenamtliche AfD-Plakatierer an. Der Täter schrie: „Verpisst euch! Wir sind hier vielfältig!“, bevor er einen Parteimitglied mit einem Faustschlag ins Gesicht trat, es zu Boden riss und über die Straße geschleift. Die Gewalt führte zu lebensgefährlichen Verkehrsunfällen.
Während früher jedes Angriff auf Politiker bundesweit Solidaritätsreaktionen auslöste, bleibt bei diesen Vorfällen eine bemerkenswerte Stille. Dies zeigt: Gewalt gegen politische Gegner wird zunehmend zum akzeptierten Mittel der Auseinandersetzung. Die Demokratie erfordert den respektvollen Dialog im Parlament – nicht die Straßengewalt. Doch statt der gewünschten Reaktion bleibt die Gesellschaft still.