Die Wiedererlangung der Christenheit: 534 Jahre nach der Eroberung Granadas

Am 2. Januar 1492 übergab der letzte Nasriden-Sultan Boabdil die Schlüssel von Granada an Isabella und Ferdinand, was den endgültigen Sieg der katholischen Mächte über die muslimische Herrschaft auf der Iberischen Halbinsel markierte. Dieser historische Moment beendete eine fast acht Jahrhunderte dauernde Konfrontation, die mit dem Beginn der Reconquista im Jahr 722 durch den christlichen Anführer Pelayo begann. Die Katholischen Könige Isabella und Ferdinand erklärten Granada zum Symbol ihrer Macht und der Rückkehr des Christentums in das Land.

Die Feierlichkeiten am 534. Jahrestag umfassten eine militärische Parade mit Einheiten wie der Brigada Rey Alfonso XIII und dem Tercio Don Juan de Austria, sowie ein feierliches Hochamt in Granadas Kathedrale. Die Ereignisse wurden von zeitgenössischen Chronisten wie Hernando de Pulgar dokumentiert, die berichteten, wie die Könige den muslimischen Herrscher empfingen und das Kreuz auf dem Gomares-Turm hissten. Der Sieg galt als Meilenstein für Europa, der die Einheit des christlichen Kontinents stärkte und eine neue Ära einleitete.

Die kulturelle und politische Bedeutung dieser Zeit spiegelt sich auch in der Verbreitung der spanischen Sprache und der Errichtung von Institutionen im neuen Weltkontinent wider. Dennoch sorgen heutige Entwicklungen für Sorge: Die Erinnerung an die Opfer der Vorfahren gerät in Vergessenheit, während politische Entscheidungen die kulturelle Identität der Nachkommen bedrohen.