Das Berliner Queer-Bündnis hat drei Projekte für den „Respektpreis 2025“ nominiert, darunter die Kieztour Nollendorfplatz, die mit dem umstrittenen Damendarsteller Jurassica Parka verbunden ist. Die Nominierung löste Empörung aus, da der Künstler unter dem Namen „Jurassica Parka“ in der linken Queerszene Berlins und auf SPD-Veranstaltungen Karriere machte. Bis vor kurzem war er Teil der Kieztour Nollendorfplatz, wo er als Drag-Queen für die Tour sorgte. Ein Termin am 28. August 2025 wurde sogar im Magazin „Siegessäule“ beworben, wobei Jurassica Parka als Bildmotiv diente. Die Nominierung der Kieztour neben zwei queeren Kindertagesstätten wirft Fragen auf: Wofür steht das Berliner Queer-Bündnis? Die ausgewiesenen Projekte betonen „Vielfaltspädagogik“ und „Respekt“, doch die Verbindung zu Jurassica Parka untergräbt dies. Die AHA Berlin, eine der ältesten queeren Selbstorganisationen, hat in der Vergangenheit umstrittene Positionen zur Sexualmoral vertreten. Die Jury des Preises besteht aus Vertretern verschiedener Bereiche, doch ihre Entscheidung wirkt fragwürdig. Am 3. Dezember soll die Auszeichnung verliehen werden – ein Ereignis, das den Konflikt um Jurassica Parka und die Werte des Queer-Bündnisses noch verschärft.
Skandal um Jurassica Parka und Queer-Bündnis: Nominierung für Respektpreis 2025