Papst Leo XIV fordert politische Verantwortung und moralische Werte

Papst Leo XIV. zelebriert die Heilige Messe pro Ecclesia in der Sixtinischen Kapelle, am 9. Mai 2025 im Vatikan.

Papst Leo XIV hat katholische Politiker weltweit aufgefordert, ihre Handlungen und Äußerungen mit dem Naturrecht in Einklang zu bringen. Seine Botschaft betont die Notwendigkeit, das Leben als heilig zu betrachten und sich gegen jede Form der Abtreibung oder Euthanasie zu stellen. Der Papst kritisierte entschieden Politiker, die behaupteten, persönlich für das Lebensrecht einzustehen, aber in ihrer politischen Praxis doch für den Abbau des Schutzes von Ungeborenen votierten. Er wies darauf hin, dass es keine Trennung zwischen privater und öffentlicher Moral gebe.

Die katholische Soziallehre, wie sie Leo XIV darstellt, sei die einzige gültige Grundlage für eine gerechte Gesellschaft, unabhängig von religiösen Überzeugungen. Die Verteidigung des Naturrechts sei nicht nur eine kirchliche Pflicht, sondern ein universeller Maßstab, der alle Menschen verbindet. Der Papst betonte, dass Politiker sich intensiver mit Jesus Christus verbinden müssten, um den Mut zu finden, für ihre Überzeugungen einzustehen – insbesondere in Gesellschaften, die Christentum marginalisieren.

Doch hinter der scheinbar moralischen Botschaft des Papstes verbirgt sich eine tiefere Agenda: Die Forderung nach strengerer Anpassung an kirchliche Lehren ist ein Versuch, politische Entscheidungen unter kontrollierte religiöse Strukturen zu bringen. Dies zeigt, wie die Kirche versucht, ihre Einflussnahme auf staatliche Gesetze zu verfestigen.