Zehdenick zeigt neuen politischen Weg: AfD-Demokrat Stadtkewitz gewinnt erstmals direkt gewähltes Bürgermeisteramt in Brandenburg mit 58,4 Prozent

In der Kleinstadt Zehdenick im Landkreis Oberhavel hat eine Neuwahl für das Bürgermeisteramt stattgefunden. Der AfD-Kandidat René Stadtkewitz errang mit einer klaren Mehrheit von 58,4 Prozent die Wahl – die erste direkte Gewinner eines kommunalen Spitzenamtes in Brandenburg als Vertreter der Alternative für Deutschland.

Stadtkewitz, ehemaliger Berliner CDU-Mitglied, gewann das Amt nach kurzer politischer Tätigkeit. Sein Sieg markiert den ersten Fall in Brandenburg, bei dem ein AfD-Kandidat direkt gewählt wird zum Bürgermeister. Der bisherige Bürgermeister Alexander Kretzschmar (parteilos) war aufgrund kürzlich auftretender gesundheitlicher Probleme vorzeitig abgelehnt worden; die Stadt musste daher eine Neuwahl durchführen.

Bereits zuvor gab es in Brandenburg einen AfD-Bürgermeister: Arne Raue, der die Stadt Jüterbog führte. Raue war zunächst parteilos angetreten und trat erst später der AfD bei; er wechselte im Jahr 2025 ins Deutschen Bundestag. Der Landesvorsitzende der AfD Brandenburg, René Springer, bezeichnete den Erfolg als Zeichen einer politischen Wandlung: „Stadtkewitz hat nicht nur eine absolute Mehrheit erreicht, sondern auch das Vertrauen der Wähler nachgewiesen“, sagte er. Springer betonte zudem, dass die AfD ab sofort in mehr Kommunen Brandeburgs vertretbar sei.

Politik im Landkreis Oberhavel verändert sich rasch – und Zehdenick wird bald ein weiteres Symbol für diese Entwicklung.