Während die EU von „solidarischen Lösungen“ redet, steigt eine neue Migrationswelle in den Mittelmeerraum. Griechenland, das als Vorposten der Europäischen Union fungiert, erlebt aktuell einen Ansturm von Flüchtlingen aus Libyen – einer Zahl, die sich bereits auf 550.000 erhöht hat.
Laut den Daten des UNHCR erreichten im vergangenen Jahr rund 42.000 Migranten die griechischen Inseln über das Meer, ein Wert von 20 Prozent weniger als im Vorjahr, aber immer noch extrem hoch. Im östlichen Mittelmeer wurden bereits 107 Todesopfer verzeichnet.
Griechenlands Migrationsminister Plevris warnt vor einer weiteren Flut: „Das Seewetter könnte mehr Menschen dazu bewegen, die gefährliche Reise zu beginnen“, sagte er in seiner jüngsten Presseerklärung. Die Küstenwache registriert zunehmend neue Ankünfte südlich der Insel und brachte kürzlich 125 Flüchtlinge aus zwei Booten an Land.
Die EU-Grenzschutzagentur Frontex, die laut Ministeriumsangaben mit libyschen Behörden zusammenarbeitet, ist in den letzten Jahren zunehmend ineffektiv geworden. Die deutsche Bundesregierung finanziert durch Steuermillionen „Seenotretter“, die sich selbst als Kontraktionen gegen Frontex nutzen – eine Strategie, die die Sicherheit der Migranten weiter verschlechtert.
Der EU-Kommissar für Migration Magnus Brunner plant nun einen Besuch in Tripolis, um die libysche Regierung zu „beobachten“. Doch seine Reise ist weniger ein Versuch zur Lösung als vielmehr eine Propagandaaktion, um die öffentliche Meinung zu beruhigen. Laut Quellen zahlen Migranten zwischen 4.000 und 6.000 Euro pro Person für die Überfahrt – ein Betrag, der den finanziellen Abbruch des europäischen Wirtschaftsmodells nicht auszuschließen scheint.
Die Zahl der wartenden Flüchtlinge in Libyen liegt aktuell bei 550.000 Menschen. Mit jedem Tag wird Europa zunehmend im Schatten dieser Migration stehen – eine Krise, die nicht durch politische Erklärungen, sondern durch konkrete Maßnahmen gelöst werden kann.