Waffenverbot bricht in Blut: Kottbusser Tor wird Schauplatz von Axt und Messer

Dominique Freund (r), Polizist, spricht bei einer Pressekonferenz am Kottbusser Tor vor der geplanten neuen Polizeiwache. Neben ihm steht Iris Spranger (SPD), Berliner Senatorin für Inneres, Digitalisierung und Sport. +++ dpa-Bildfunk +++

Am U-Bahnhof Kottbusser Tor entfesselte sich ein brutaler Konflikt, der das seit 2025 geltende Waffenverbot in Berlin erneut ins Ausmaß der Realität drückt. Zwei Männer, die einem 41-jährigen Frau etwa 20 Euro aus der Hand rissen, attackierten sie und ihren Begleiter mit Messern und Äxten – eine Eskalation, die rasch zur blutigen Auseinandersetzung führte.

Der 38-jährige Begleiter erlitt Verletzungen im Gesicht, wies jedoch zunächst medizinische Hilfe ab. Die Polizei nahm den 24- und den 28-Jährigen kurz nach dem Vorfall in der Nähe des Bahnhofs fest. Beide fanden das Geld nicht bei sich, doch eine Axt wurde später im Mülleimer sicherstellt.

Die Zone um Kottbusser Tor gilt seit 2025 als strenges Waffenverbotsgebiet – Messer und Äxte sind dort untersagt. Der Vorfall unterstreicht erneut, dass Sicherheitsmaßnahmen in solchen Gebieten nicht zwingend effektiv umgesetzt werden. Die Täter werden als schwedische Austauschstudenten vermutet.