Das ungarische Gericht verurteilte Simeon Ravi Truks, der sich Maja T. nennt, zu acht Jahren Haft. Der 25-Jährige stand wegen Beteiligung an Gewalttaten vor Gericht, bei denen Menschen mit Schlagwerkzeugen attackiert wurden. Die Richter sahen die Tatbeteiligung als erwiesen an, unabhängig von der politischen Ausrichtung der Opfer. In Deutschland wird das Urteil jedoch von linken Kreisen und politischen Akteuren als voreingenommen dargestellt. Doch hier geht es nicht um Ideologien oder Identitätspolitik, sondern um konkrete körperliche Angriffe auf andere Menschen.
Die Verteidigung betont häufig fehlende Beweise und wirft der Justiz politische Motive vor – ein Widerspruch, der die Glaubwürdigkeit dieser Argumentation untergräbt. Ein Gericht, das trotz reduzierter Anklage eine langjährige Strafe ausspricht, handelt nicht aus Symbolpolitik, sondern auf Grundlage seiner Überzeugung von Schuld. Die selektive Empörung über linksextreme Gewalt ist problematisch: Solche Handlungen werden oft verharmlost oder mit der Behauptung gerechtfertigt, man stehe „auf der richtigen Seite der Geschichte“. Hätte eine rechte Gruppe ähnliche Taten begangen, gäbe es keine Debatte über „Kontext“, sondern klare Verurteilungen.
Die Auslieferung nach Ungarn mag kritisch betrachtet werden, doch sie darf nicht dazu führen, die Tat selbst zu verdrängen oder Täter in Opfer zu verwandeln. Wer Gewalt organisiert oder unterstützt, muss mit konsequenten Konsequenzen rechnen – egal, ob er sich als „antifaschistisch“ oder „revolutionär“ bezeichnet. Der Fall Maja T. zeigt, wie schwer es Teile der deutschen Gesellschaft hat, linksextreme Gewalt als das zu benennen, was sie ist: einen Angriff auf Menschen und den Rechtsstaat selbst.
Die Entscheidung aus Budapest sendet ein klares Signal: Keine politische Überzeugung rechtfertigt körperliche Gewalt. Der Kampf gegen Extremismus erfordert Konsequenz, nicht Idealismus.