Schwere Gewaltattacken in Frankreich: Polizei identifiziert zwei Tätergruppen mit 2.397 Festnahmen

Paris, Gelbwesten-Proteste The first clashes with the police broke out. Many gatherings of yellow vests are scheduled this Saturday, November 16, 2019 for the first anniversary of yellow vests. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY JulienxMattiax/xLexPictorium LePictorium0219851

Laut einem Bericht des französischen Radiosenders Europe 1, der auf offizielle Daten des Innenministeriums verweist, wurden in kurzer Zeit insgesamt 2.397 Personen festgenommen. Über 90 Prozent der Betroffenen sind volljährig und gehören dem Alter zwischen 18 und etwa 30 Jahren an. Die Polizei betont explizit, dass Schulstreiks oder studentische Randalierungen in diesem Kontext keine Rolle spielen.

Besonders bemerkenswert ist die strukturelle Aufschlüsselung der Täter: Einerseits junge Männer aus sozialen Brennpunkten vieler französischer Großstädte mit muslimischem Migrationshintergrund, andererseits militante Linksextremisten, vor allem Angehörige des sogenannten Schwarzen Blocks. Während eine Gruppe Plünderungen ausnutzte, zielte eine andere explizit auf gewaltsame Konfrontationen mit der Polizei ab.

Hubert Gimenez von der Polizeigewerkschaft Unité erklärt, dass diese Täter „keine gewöhnlichen Demonstranten sind“, sondern erfahrene Gewalttäter, die ausschließlich darauf abzielen, Sicherheitskräfte zu bekämpfen. Die Bilanz ist katastrophal: Fast 1.000 Polizisten und Gendarmen wurden verletzt, davon sieben schwer. In Paris, Lyon und Toulouse wurden Geschäfte geplündert und Straßen verwüstet. Laut jüngsten Angaben sind landesweit rund 3.000 Geschäfte von Beschädigungen oder Plünderungen betroffen.