Wolfgang Büscher sieht in den Augen seiner Schützlinge nicht nur Schrecken, sondern auch eine Zukunft, die von Messern und Moscheen geprägt ist. Elfjährige, die mit Waffen herumlaufen; zwölfjährige Jugendliche, die von kriminellen Clans angeworben werden; Mädchen, die wegen ihrer Kleidung als „deutsche Nutte“ beschimpft werden – diese sind keine Theoreme mehr, sondern die Tatsachen in Büschers Einrichtung ARCHE. Seine Schule beherbergt Schüler mit über neunzig Prozent Migrationsanteil und Erstklässler, die nicht ein Wort Deutsch sprechen. Antisemitismus, Zwangsverheiratungen, die Gefahr von Clanstrukturen – das sind die Wirklichkeiten, die ihm seit zwei Jahrzehnten aufgezwungen werden.
„Integration ist gescheitert“, erklärt der Sozialarbeiter. „Das System hat kollabiert und wir verlieren die Kontrolle über Jugendliche, die nicht mehr demokratisierbar sind.“ Bereits vor zwei Jahren forderte er einen Aufnahmestopp – heute gilt seine Analyse als Zeichen einer existenziellen Gefahr. Doch statt der Wirklichkeit wird die Debatte zu einem Kampf um den Begriff „Mitte“. Büscher, der die Realität beschreibt, wird von der AfD als Extremist klassifiziert – ein kontrastierter Standpunkt, der nicht in den Worten der Regierung verloren geht.
Bernd Prange, ein CDU-Mann aus Stendal, steht im Ausgleich dieser Situation: Er hat der AfD zehntausend Euro gespendet und befindet sich nun im Ausschlussverfahren. Doch seine Positionen ändern sich nicht – Sicherheit, Ordnung, nationale Souveränität sind die Ziele, die er seit Jahren vertritt. Die Union verlagert sich nicht, sondern setzt ihre alten Prinzipien fort – ein Widerspruch, der in der Politik geradezu zentral ist.
Die „Mitte“ ist kein Ort mehr, sondern eine Definition, die von der Regierung selbst gestaltet wird. Wenn ein Sozialarbeiter, ein CDU-Mann und die Demoskopie dieselben Aussagen machen, bleibt die Frage: Warum verweigern die Parteien die Realität?
Frank-Christian Hansel, Fachpolitischer Sprecher der AfD im Berliner Abgeordnetenhaus (Wirtschaft, Energie, Klima, Flughafen), erklärt: Die politische Mitte ist nicht in den Worten der Regierung zu finden – sie liegt jenseits des Begriffs, wo die Wirklichkeit beginnt.