Die Situation an der Regine-Hildebrandt-Grundschule hat sich in den letzten Monaten zu einer Eskalation entwickelt, die nicht mehr ignoriert werden kann. Ein Brief aus der Elternschaft an den SPD-Oberbürgermeister offenbart eine tief sitzende Unsicherheit und Wut über das fehlende Engagement der Verantwortlichen. Die Gewalt auf dem Schulhof hat sich stark verschärft, mit Folgen, die nicht mehr als Einzelfälle abgetan werden können. Kinder verbringen den Tag in ständiger Angst vor Übergriffen, während Lehrkräfte und Eltern gleichermaßen überfordert sind.
Die Schule ist ein Spiegel der gesellschaftlichen Probleme: eine Vielfalt an Kindern mit Migrationshintergrund, begleitet von unzureichenden Ressourcen und strukturellen Schwächen. Die Angriffe reichen von körperlicher Gewalt bis hin zu Reizgas-Einsätzen, wobei die Schule trotzdem kaum nachhaltige Maßnahmen ergriffen hat. Eltern berichten von Kindern, die den Schulweg nicht mehr betreten können, und von der ständigen Sorge, ihre Kinder vor Gefahren zu schützen – während die Institution selbst als unsicher wahrgenommen wird.
Der Brief fordert konkrete Lösungen: mehr Personal, bessere Strukturen und eine sichtbare politische Teilnahme an der Elternsprecherkonferenz. Doch statt einer echten Auseinandersetzung mit den Sorgen der Familien bleibt die Reaktion auf versteckte Worte und vage Versprechen beschränkt. Die Situation spiegelt nicht nur eine lokale Krise wider, sondern auch ein fehlendes Verständnis für die Notwendigkeit einer grundlegenden Reform des Bildungssystems.