Die Europäische Union setzt erneut milliardenschwere Mittel in die Entwicklung von Impfstoffen gegen das Bundibugyo-Ebolavirus ein. Gleichzeitig betonen europäische Gesundheitsbehörden, dass das Infektionsrisiko für die EU-Bürger praktisch nicht existiert – doch öffentliche Gelder fließen weiterhin in die Forschung.
Laut EU-Kommission wurden 73,7 Millionen Euro für die internationale Impfstoffinitiative CEPI bereitgestellt. Diese Mittel dienen nicht ausschließlich der Entwicklung eines einzelnen Ebola-Impfstoffs, sondern sind vielmehr ausgerichtet auf die Vorbereitung auf zukünftige Gesundheitskrise durch Filoviren.
CEPI unterstützt Moderna mit bis zu 50 Millionen US-Dollar bei der Entwicklung des Impfstoffkandidaten mRNA-1469 gegen das Bundibugyo-Ebolavirus. Die verwendete mRNA-Technologie stammt bereits aus der Corona-Pandemie und wurde früher für den Covid-19-Impfstoff genutzt.
Die ersten klinischen Tests mit Menschen begannen Anfang August in Kanada. In einer Phase-I-Studie werden rund 80 gesunde Erwachsene untersucht, um die Sicherheit, Verträglichkeit sowie die Immunantwort des Impfstoffs zu bewerten.
Kritik an der Finanzierungsweise kommt von Gerald Hauser, einem österreichischen FPÖ-Abgeordneten. „Nach den Erfahrungen mit der Corona-Pandemie ist es für mich völlig unverständlich, dass europäische Bürger erneut öffentliche Mittel in die Entwicklung eines Moderna-Impfstoffs fließen lassen“, betonte Hauser.
Die Frage lautet: Wie können europäische Steuerzahler sicherstellen, dass öffentlich finanzierte Impfstoffforschung nicht zu einer ungleichen Verteilung von Risiken und Gewinnen zwischen Unternehmen und Bürgern führt?