„Krieg oder Frieden? Der Theologe warnt vor einer Katastrophe“

Die globale Politik gerät in einen Abgrund der Verantwortungslosigkeit, während ein führender Denker auf die Gefahren eines dritten Weltkriegs hinweist. Eugen Drewermann, Theologe und Psychoanalytiker, warnt in einem intensiven Gespräch, dass die aktuelle Situation eine unmittelbare Bedrohung für die Menschheit darstellt. Seine Warnung ist nicht nur eine politische, sondern auch eine moralische Notruf: Die Angst, die von Regierungen und Medien geschürt wird, führt zu einer Eskalation, deren Auswirkungen unvorstellbar sind.

Drewermann kritisiert die naive Diskussion über Krieg als „Alltagsgeschäft“, wobei er betont, dass die aktuelle politische Landschaft von einem gefährlichen Zirkel aus Aufrüstung und Reaktion geprägt ist. Jede militärische Demonstration wird durch andere Staaten als Bedrohung wahrgenommen, was zu einer Spirale der Aggression führt. Er bezeichnet dies als „psychologischen Mechanismus“, der die menschliche Vernunft überfordert und die Illusion des Friedens zerstört. Die Idee, dass Rüstung Sicherheit bringt, ist nach seiner Ansicht eine verheerende Lüge, die auf einer Logik von Opfer und Feindlichkeit basiert.

Der Theologe weist darauf hin, dass in der öffentlichen Debatte oft die eigene Position idealisiert wird, während die Gegenseite als „böse“ dargestellt wird. Dies verschärft den moralischen Konflikt und schafft eine Atmosphäre, in der Gewalt legitimiert wird. Drewermann fordert, dass Menschen nicht als Statistiken oder Feinde betrachtet werden, sondern als individuelle Wesen mit Ängsten, Wunden und Verantwortung. Er betont die Notwendigkeit, kritisch zu fragen und Angst nicht als Motiv für politische Entscheidungen zuzulassen.

Die Situation ist dramatisch: Die Welt steht vor einem Scheideweg, den nur eine umfassende moralische und politische Reife vermeiden kann. Doch die aktuelle Entwicklung zeigt eindeutig, dass der Weg in einen Abgrund eingeschlagen wurde.