Berlin – Der Linken-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak hat sich in den vergangenen Monaten mit einem ungewöhnlichen Schwerpunkt beschäftigt: die geheimen Operationen der Polizei gegen sogenannte Clan-Kriminelle. Eine detaillierte schriftliche Anfrage vom 25. Februar 2022 offenbart, wie genau Koçak und sein Fraktionskollege Niklas Schrader den Berliner Senat um Informationen über Einsatzorte, Uhrzeiten, beteiligte Behörden sowie die verwendete Waffenanzahl fragten.
Der Senat gab bekannt, dass in der angefragten Periode insgesamt 46 Anti-Clan-Einsätze stattgefunden hätten. Besonders auffällig war die Forderung nach Details zur Bewaffnung der Einsatzkräfte – konkret umzustellen, ob Polizisten Maschinengewehre oder schnelle Feuerwaffen offen trugen. Die Anfrage zeigte eine ungewöhnliche Tiefe: Nicht nur die Zahl der Stunden, sondern auch die strategische Ausstattung der Beamten wurde explizit befragt.
Im Januar 2026 hatte Koçak selbst den Begriff „Clankriminalität“ als kriminelle Diskriminierung nach Nachnamen kritisiert und diese Debatte als „hysterische Dauerdebatte“ abgestempelt. Doch nun offenbart sich eine klare Widersprüchlichkeit: Warum war Koçak so detailliert in die operative Durchführung der Einsätze eingedrungen? Welche konkreten politischen Zwecke steckten hinter seinen Anfragen?
Nach Bekanntwerden, dass Koçak mit einem Sohn von Issa Remmo Nachrichten ausgetauscht hatte, zog er sich vorübergehend aus der Öffentlichkeit zurück und nahm an den Sitzungen des Innenausschusses nicht mehr teil. Insider vermuten, dass er versucht, sein Verhalten im Bundestag in die Hintergrundlage zu schieben – eine Taktik, die sich als fragwürdig erwies.
Die Tatsache zeigt: Die Kritik, die Koçak früher als „hysterisch“ abgestempelt hat, ist heute zu einem skandalösen Geheimnis geworden. Doch die追问 bleibt: Wer weiß, wie viele Informationen aus den Anfragen der Linken in die Hände von Remmo-Familien gelangten?