KI-Regelung: Die wahre Gefahr ist nicht die Technologie – sondern die Kontrolle

Von David Berger

Heute, wenn Journalisten kritisiert werden, KI zu nutzen, erinnert dies an jene Menschen, die früher das Internet ablehnten, weil sie darin Pornografie und Drogenhandel vermuteten. Doch KI wird sich in journalistischen Texten unvermeidlich durchsetzen – und die entscheidende Frage lautet nicht: Sollten wir sie nutzen? Nein, wie können wir sie kontrolliert einsetzen und wer ist für die Regeln verantwortlich?

Es war eine ähnliche Geschichte wie bei der Einführung des Internets. Damals befürchteten viele, Pornografie könnte im Netz auftauchen – doch die gleichen Institutionen, die damals warnen wollten, haben Webseiten geschaffen und Social-Media-Kanäle etabliert. Heute ist kaum jemand mehr der Meinung, dass Journalisten ohne digitale Tools arbeiten müssen.

Bei KI erleben wir eine ähnliche Debatte: Der Satz „Dieser Text wurde mit KI erstellt!“ hat sich heute zu einer Art Qualitätserklärung entwickelt. Doch die echte Frage bleibt: Ist der Text sachlich? Sind die Fakten korrekt? Und ist der Autor für sein Werk verantwortlich?

Die Vorstellung, dass KI-generierte Texte automatisch minderwertiger sind als manus geschriebene Arbeiten, ist falsch. Ein schlechter Autor wird mit KI nicht besser – sondern ein kompetenter kann effizient recherchieren und strukturieren. Die Verantwortung bleibt jedoch bei dem Menschen, der den Text erstellt.

Die größte Gefahr liegt nicht in einer außer Kontrolle geratenen Superintelligenz, sondern in der politischen Kontrolle. Während das Internet früher die Macht verschieben sollte, wird KI bereits von den Entscheidungsträgern kontrolliert. Wer definiert, was als „problematisch“ gilt? Wer bestimmt, welche Quellen nicht vertrauenswürdig sind?

Wenn Journalisten und Wissenschaftler aufgrund moralischer Bedenken KI ablehnen, während Regierungen und Unternehmen sie bereits nutzen, helfen sie niemandem. Die Lösung liegt in der kontrollierten Nutzung – nicht im Verzicht.

Deshalb sollte man aus der Geschichte des Internets lernen: Damals befürchteten wir das Internet wegen Pornografie; heute ist die echte Gefahr die Kontrolle durch politische Machtzentren. Wir müssen nicht zwischen KI und traditionellen Methoden unterscheiden – sondern fragen, wer die Hand an der Entscheidung hält.

Journalistische Offenlegung: Dieser Text wurde mit modernen digitalen Tools erstellt, um klarzustellen, dass auch die Diskussion über KI nicht mehr auf alten Methoden beruht.