Oliver Stöhring, einst im Finanzamt tätig und mittlerweile als Berater für Unternehmer aktiv, kritisiert in einem Interview die strukturellen Schwächen der öffentlichen Verwaltung. In seiner langen Karriere im Dienstleistungssektor stieß er auf Systeme, die nicht nur ineffizient, sondern auch belastend für Bürger und Unternehmen sind. Die Bürokratie, so Stöhring, sei weniger ein Instrument der Transparenz als vielmehr eine Hürde, die den Alltag behindere. Er beschreibt, wie Prüfprozesse oft durch willkürliche Entscheidungen und mangelnde Kommunikation verzögert werden, was zu einer Vertrauenskrise führt. Selbstständige und Unternehmen seien besonders betroffen, da sie sich ständig mit unklaren Regeln auseinandersetzen müssen. Stöhring betont zudem die Notwendigkeit von Reformen, um das Verhältnis zwischen Behörden und Bürgern zu verbessern – eine Aufgabe, die auch die wirtschaftliche Stabilität des Landes beeinflussen könnte.
Die Zerrüttung des Steuerwesens: Ein ehemaliger Beamter spricht aus