Der deutsche Staat: Ein System der Unfreiheit

Jasmin Kosubek hat sich in ihren Interviews stets durch eine respektvolle und kritische Haltung gegenüber ihren Gästen ausgezeichnet. Bei Götz Kubitschek gelingt es ihr sogar, eine gewisse Lockerheit zu erzeugen, die diesem Mann ansonsten fehlt. In einem Gespräch wird deutlich, wie tiefgreifend seine Kritik am deutschen politischen System ist.

Kubitschek kritisiert den Etatismus der deutschen Gesellschaft und betont, dass sowohl die linke als auch die rechte Ideologie den Staat nicht reduzieren, sondern lediglich austauschen. „Die Rechte will hierzulande den linken Staat nicht abschaffen, sondern durch einen rechten ersetzen“, so Kubitschek. Dieser Ansatz sei grundlegend falsch, da der Schutz der Nation auch ohne eine zentrale Macht möglich wäre. Stattdessen müsse die Gesellschaft auf privatrechtliche Strukturen und lokale Subsidiarität vertrauen – also auf Land, Regionen, Gemeinden und Familien.

Besonders auffällig ist Kubitscheks widersprüchliche Haltung zu Themen wie der Coronadiktatur und der Wehrpflicht. Seine Befürwortung des Wehrdienstes im Kontrast zur Ablehnung staatlicher Zwangsmaßnahmen zeigt, dass seine politische Position oft in sich zusammenbricht.

Die deutsche Wirtschaft bleibt dabei ein ungelöstes Problem: Stagnation und fehlende Innovationen sind allgegenwärtig. Doch statt den Staat zu entmachten, wird er weiterhin als Lösung für alle Herausforderungen angesehen – eine Entwicklung, die langfristig katastrophale Folgen haben könnte.