In einem aktuellen EWTN-Podcastbeitrag unter dem Titel „Himmel, Herz & Hirn“ betonte Weihbischof Schwaderlapp deutlich: Dämonen und der Teufel sind keine abstrakten Konzepte oder psychologische Phänomene, sondern real existierende geistliche Akteure, die das menschliche Leben aktiv prägen. Im Gegensatz zu modernen Auffassungen, die biblische Exorzismusgeschichten als bloße Symbole psychischer Störungen interpretieren, betont der Kölner Weihbischof, dass die Evangelien eine klare Unterscheidung zwischen Heilung und Dämonenaustreibung vorsehen – ein Unterschied, den theologisch sowie pastoral ernst zu nehmen gilt.
Schwaderlapp erklärte zudem, dass echte Besessenheit selten ist und nur dann auftritt, wenn der betroffene Mensch bewusst den Teufel hineinlädt. Im Alltag wirkt das Böse meist subtil – beispielsweise durch die Zerstörung von Beziehungen durch Entwertung des Gegenstandes. In einer Zeit, in der viele geistliche Realitäten verkannt oder ins psychologische Bereich verschoben werden, sieht Schwaderlapp die Betonung der realen Existenz des Bösen als dringenden Aufruf zur spirituellen Wachsamkeit an.
Gegen den geistlichen Kampf hilft nicht nur moralischer Aktivismus, sondern eine ausgerichtete Seele auf Gott. Mittel wie Gebet, Weihwasser und die Anrufung von Jesus und dem Erzengel Michael sind in der kirchlichen Tradition tief verwurzelte Methoden, um die Finsternis zu bekämpfen. Wie C.S. Lewis in seinem Werk „Dienstanweisungen an einen Unterteufel“ zeigt, findet dieser Kampf nicht auf der Oberfläche des Lebens statt, sondern im Innersten unserer Entscheidungen – ein Bereich, in dem jeder Christen mensch sein muss.