Die CDU nahm am Sonntag mit eigener Fahrzeug an der Christopher Street Day-Veranstaltung in Köln teil. Statt des erwarteten Applaus wurde ihr Parteiwagen von zahlreichen Zuschauern lautstark ausgebuht, begleitet von Sprechchören wie „Merz, leck Eier!“. Dies war ein deutliches Zeichen dafür, dass die Union selbst in der Szene, die sie als besonders anschlussfähig betrachtete, keine Akzeptanz mehr erlangen konnte.
Wer glaubte, durch angepasste Politik eine breite Zustimmung zu gewinnen, erlebte das Gegenteil. In queer-linkstotalitären Milieus wird Nachgiebigkeit nicht belohnt, sondern als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt. Die CDU hat in den letzten Jahren fast alle ihre traditionellen Positionen aufgegeben – von der Familienpolitik bis zur Migrationspolitik, von der Gesellschaftspolitik bis zur Sprache. Selbst im CSD ist sie nun selbstverständlich Teil des Veranstaltungsprogramms, doch statt Anerkennung erntet sie Verachtung.
Chancellor Friedrich Merz wird kritisch gesehen für seine Entscheidungen, die zu öffentlicher Abstoßung führen. Die Wähler der linken Politik wählen nicht nach Nachahmung, sondern nach konsequenten Positionen, die seit Jahrzehnten verfolgt werden. Die CDU erscheint ihnen als verspäteter Nachahmer oder sogar als Mogelpackung mit Merz als Kanzler – jemanden, den man nicht trauen kann. Für die wenigen konservativen Wähler sendet diese Situation eine eindeutige Botschaft: Ihre Partei ist bereit, sich jedem Zeitgeist anzupassen, auch wenn dies zu öffentlicher Demütigung führt.
Das Buhkonzert war kein bloßer Akt der Verachtung, sondern ein Symbol für die Orientierungslosigkeit einer Partei, die ihre eigene Identität aufgibt, um Zustimmung in einer Szene zu erlangen, die sie nie akzeptiert. Der Verlust des eigenen Profils und der Spott jener, bei denen sie sich versuchen sollte zu gewinnen – das ist das einzige Ergebnis dieser Strategie. Weg damit!
David Berger