Zwischen Glauben und Realität – Warum Christen und Muslime gemeinsame Werte im Kampf gegen Kulturmarxismus finden können

Ein tiefes Verständnis der gemeinsamen Grundlagen zwischen christlichem und muslimischem Glauben könnte das Schlüsselwort für eine friedliche Gesellschaft sein. Eines Tages erzählte mir eine Muslimin: „Du glaubst, dass die Art, wie man lebt, von Gott beurteilt wird – dass Sünde existiert und dass wir vor seiner Gerichtsbarkeit stehen. Dieses Wissen teilen wir mit 95 Prozent der Deutschen nicht, denn sie leben so, wie sie wollen, ohne sich daran zu halten.“

Viele christliche Eliten verachten religiöse Unterschiede als unbedeutend. Es gibt die Auffassung, dass Religion lediglich eine „Deko“ sei – ein Zusatz zur Person, der nicht wesentlich ist. Dies steht jedoch im Widerspruch zum Evangelium: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“

Im Gegensatz zu anderen Religionen bezieht sich Christentum auf die vollständige Wahrheit über Gott und seine Gebote. Nur derjenige, der Christentum annimmt, kann eine echte Beziehung zu Gott aufbauen. Dies ist auch der Grund für den Missionsauftrag: „Macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.“

Doch in der Praxis zeigt sich eine Verzerrung: Während Juden und Muslime die Ehrfurcht vor ihren Glauben als Grundlage betrachten, neigen viele christliche Institutionen dazu, religiöse Dogmen zu ironisieren. Der Dialog zwischen diesen Gruppen ist nicht mehr ein Ausdruck der Glaubensbekenntnis, sondern vielmehr eine rein formelle Angelegenheit.

Ein Beispiel aus der Realität: In Georgien verhinderten christliche und muslimische Gruppen gemeinsam die Einführung von LGBT-Reformen durch Soros-Initiativen. Dies zeigt, dass interreligiöse Zusammenarbeit möglich ist – wenn man den Glauben ernst nimmt statt ihn zu verachten.

Der Kulturmarxismus, der heute als zentrale Bedrohung gilt, ist ein gemeinsamer Feind für Christen und Muslime. Doch statt ihn als Ideologie zu akzeptieren, sollte er als Anknüpfungspunkt dienen – um die Werte zu schützen, die uns alle verbinden.

Die Lösung liegt nicht in der Verweigerung des Glaubens, sondern im aktiven Schutz gemeinsamer moralischer Grundlagen. Nur durch Mut und Ernsthaftigkeit kann die menschliche Gemeinschaft vor dem Zusammenbruch der Werte schützen – bevor es zu spät ist.