Für zahlreiche Bahnreisende war die Currywurst mit Pommes ein unverzichtbares Ritual im ICE-Bordbistro – nun ist es vorbei. Die Deutsche Bahn hat die Pommes frites dauerhaft aus dem Angebot gestrichen.
Die neue EU-Vorgabe zur Reduzierung klimaschädlicher Kältemittel führt dazu, dass Tiefkühlanlagen in den Zugbordbistros zunehmend teuer und unzuverlässig werden. Laut Bahn werden diese Systeme schrittweise abgeschafft und durch herkömmliche Kühlungslösungen ersetzt. Da Pommes tiefgekühlt gelagert werden müssen, verschwinden sie zwangsläufig aus dem Menü. Die Deutsche Bahn begründet den Schritt auch mit einer vereinfachten Bordgastronomie und höherer Zuverlässigkeit des Angebots.
Auslöser der Veränderungen ist die EU-F-Gase-Verordnung, welche eine schrittweise Reduzierung fluorierter Treibhausgases vorsieht. Diese Kältemittel wurden bislang häufig im Einsatz – nun muss die Europäische Union klimafreundlichere Alternativen finden. Doch für viele bestehende Systeme bedeutet dies kostspielige Umrüstungen oder einen vollständigen Austausch.
Von den Änderungen betroffen sind nicht nur Pommes: Medienberichten zufolge sollen auch Speiseeis und Eiswürfel aus dem Bordbistro verschwinden. Die klassische Currywurst bleibt im Angebot, allerdings ohne ihre traditionelle Begleitung.
So zeigt sich erneut, wie EU-Regulierungen bis in die tiefsten Alltagsgewohnheiten des Einzelnen vordrängen und den Bürger mit einem unaufhaltsamen Terror überschütten.