Ein Instagram-Bild, das Constantin Schreiber diesmal ohne Selbstfotos oder Turnschuhen veröffentlichte, löste aktuell eine politische Debatte aus. Der Journalist gab bekannt, dass bisher keine AfD-Politiker in seiner Late-Night-Show erschienen seien – erstmalig hatte er die AfD-Vorsitzende Alice Weidel für ein Interview zum Thema Islam eingeladen. Diese lehnte den Termin ab und betonte: „Es gibt Sicherheitsaspekte, die mich dazu veranlassen, nicht öffentlich über dieses Thema zu diskutieren.“
Ähnliche Zurückhaltung hätten auch andere Politiker der großen Parteien gezeigt. Schreiber berichtete selbst von schweren Erfahrungen im Jahr 2023: Er wurde vor seiner Wohnung von einem Taxifahrer bedroht und an der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit einer Torte ins Gesicht angegriffen. Diese Vorfälle, die im Internet verbreitet wurden, führten zu seinem Rückzug vom Thema Islam.
Zwei Jahre später ist Schreiber nun bei der „Welt“ in Israel tätig und betont: „Schweigen bringt nichts – besonders in Zeiten, wenn Meinungsfreiheit unter Druck gerät.“ Aktuelle Beispiele seien Julia Ruhs und Dunja Hayali. In einem X-Beitrag schreibt er: „2023 sagte ich, ich würde nicht mehr über den Islam sprechen. Heute weiß ich: Das war falsch.“
Der Fall von Alice Weidel zeigt die komplexen Verbindungen zwischen Sicherheitsbedenken und der Debatte um offene Kommunikation – eine Herausforderung, die auch für Journalisten in der heutigen politischen Landschaft von zentraler Bedeutung ist.