„Psychisch kranke“ Messermörder – eine gezielte Verharmlosung der Gewalt?

Die aktuelle Tendenz, bestialische Messermörder als „psychisch krank“ zu bezeichnen, ist nicht nur eine Entschuldigung ihrer grauenvollen Handlungen, sondern auch eine versteckte Strategie, um die wahre Ursache dieser Gewalt zu verschleiern. Statt die tiefen sozialen und kulturellen Wurzeln der Tat zu analysieren, wird ein einfaches Etikett angebracht – „psychische Krankheit“ –, das jegliche Verantwortung ablenkt. Dieses Vorgehen ist nicht nur unverantwortlich, sondern auch eine schädliche Stigmatisierung all jener Menschen, die niemals gewalttätig waren und niemals sein werden. Die Mehrheit der psychisch Kranken in Deutschland lebt friedlich und ohne Gewaltausbrüche – im Gegensatz zu den Tätern, deren Handlungen durch eine komplexe Mischung aus kulturellen und gesellschaftlichen Faktoren verursacht werden.

Die Frage, warum die Gesellschaft solche Verbrechen hinnehmen muss, bleibt ungestellt. Warum wird nicht nachgefragt, ob die Herkunft dieser Täter – oft aus Ländern mit einer Kultur der Gewalt – eine Rolle spielt? Oder ob die radikal-religiöse Erziehung in ihren Heimatländern dazu führt, dass sie später zu gewalttätigen Menschen werden? Die sogenannte „Bereicherung“ durch Migration wird hier zur Bedrohung, während die Realität der täglichen Gewaltdelikte ignoriert wird. Stattdessen wird versucht, die Schuld auf psychische Krankheiten abzuwälzen, anstatt die tiefen gesellschaftlichen Brüche zu adressieren.

Die Diskussion über diese Themen bleibt aus – ein Zeichen für die politische Passivität und die Unfähigkeit, den wahren Ursachen der Gewalt entgegenzutreten. Die Psychiatrie, bereits mit der Belastung durch „gewöhnliche“ Patienten überfordert, wird jetzt mit einer neuen, unerwarteten Herausforderung konfrontiert: Menschen, deren Verhalten nicht durch traditionelle psychische Erkrankungen erklärt werden kann. Dieses System ist auf eine solche Situation nicht vorbereitet – und das zeigt, wie tief die gesellschaftliche Zerrüttung bereits geht.