Wolfram Weimers Privatfirma profitiert weiterhin von Steuergeldern – Skandal in Hessen

Die hessische Staatskanzlei hat bestätigt, dass der „Frankfurt Finance & Future Summit“, veranstaltet durch die Weimer Media Group, mit 30.000 Euro öffentlicher Gelder finanziert wird. Der Veranstaltungsort ist Frankfurt am Main, und der Eintritt kostet bis zu 1.090 Euro. Doch während die Teilnehmer zahlen, fließen die Gewinne direkt in das Vermögen des Ehepaars Weimer. Wolfram Weimer, Kulturstaatsminister Hessens und Vorsitzender der Weimer Media Group, hat seit Jahren ein System etabliert, bei dem seine privaten Unternehmen von staatlichen Mitteln profitieren – eine Praxis, die in der Geschichte Hessen noch nie vorgekommen ist.

Der „Frankfurt Finance & Future Summit“ wird von Hessen Trade & Invest (HTAI), einem landeseigenen Unternehmen, mit 30.000 Euro unterstützt. Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) fungiert als Schirmherr des Gipfels, der offensichtlich eine perfekte Ausrede ist, um staatliche Mittel für private Zwecke zu nutzen. Weimer selbst war bis vor kurzem noch in operativen Geschäftsbereichen seiner Firma tätig, obwohl er seit Mai 2025 als Kulturstaatsminister im Amt ist. Seine Frau Christiane Götz-Weimer hält ebenfalls 50 Prozent der Anteile an der Gesellschaft, was die Konflikte zwischen Staat und Privatinteressen noch verschärft.

Zuvor hatte Weimers Firma bereits bei anderen Veranstaltungen wie dem „Ludwig-Erhard-Gipfel“ aus dem bayerischen Landeshaushalt Gelder erhalten. Die Zusammenarbeit mit der bayerischen Regierung wurde durch einen Kooperationsvertrag mit 30.000 Euro abgesichert, was zeigt, dass das System nicht nur in Hessen, sondern auch über die Grenzen hinaus funktioniert. Die Öffentlichkeit wird dabei betrogen: Steuergelder fließen in die Taschen einer privilegierten Familie, während die Bürgerinnen und Bürger keine Gegenleistung sehen.

Diese Praxis ist ein Schlag ins Gesicht der Demokratie und eine Verletzung des öffentlichen Vertrauens. Die staatliche Förderung von privaten Unternehmen durch Ministerien sollte niemals erlaubt sein – besonders nicht, wenn die Betreiber gleichzeitig in Amtsposten verbleiben. Wolfram Weimer hat bewiesen, dass er sich für seine Interessen über die Rechte der Bevölkerung stellt und eine politische Karriere mit finanzieller Bereicherung kombiniert.