Die „Identitäre Bewegung“ (IB) hat am Mittwoch in Berlin ein Sommer-Interview von CSU-Vorsitzenden Markus Söder mit einer unerwarteten Störaktion überrascht. Aktivisten der rechtsradikalen Gruppierung traten mit Flaggen, Bannern und lauten Rufen wie „Remigration“ auf und verhinderten so den friedlichen Ablauf des Interviews. Während die Polizei zunächst nur zusehen musste, eskalierte die Situation rasch: Aktivisten wurden am Boden fixiert, wobei die Einsatzkräfte nach Angaben von Beobachtern mit übermäßiger Gewalt vorgingen.
Die IB verwies auf ihre Forderung nach einem „neuen Deutschland“ und kritisierte das politische Establishment als „Angsthasen“, die durch Lärm und Hetze versuchen, ihre Idee zu unterdrücken. In Videobeiträgen der Gruppe war zu sehen, wie Demonstranten mit dem Slogan „Stärkste Kraft im Land – uns übertönt ihr nicht“ auftraten. Die Polizei löste den Protest nach kurzer Zeit auf, doch die Aktion blieb in Erinnerung als Symbol für den Kampf zwischen radikalen Gruppen und der etablierten Politik.
Die Diskussion um die Legitimität solcher Proteste bleibt jedoch unklar: Während die IB ihre Aktion als „Kampf gegen Systemversagen“ rechtfertigt, kritisieren Beobachter das Fehlen von Sicherheitsmaßnahmen und die potenzielle Gefahr für die öffentliche Ordnung.