Die Frage, wie Religion im deutschen Bildungssystem behandelt werden soll, ist seit langem ein umstrittenes Thema. Aktuell fordert der linke Verband Bildung und Erziehung (VBE) den flächendeckenden islamischen Religionsunterricht an allen Schulen in Deutschland. VBE-Bundesvorsitzender Gerhard Brand betonte, dass es darum gehe, „alle Gläubigen innerhalb der Schule zu ermöglichen, über ihre Glaubensüberzeugungen zu sprechen und relevante Informationen zu erhalten“. Laut ihm müssten bestehende Modellprojekte bewertet und ausgebaut werden, um ein dauerhaftes Angebot zu schaffen.
Doch die politische Sensibilität des Themas wird deutlich an einem Fall in Hessen: Der Moscheeverband Ditib war an der islamischen Religionsschule beteiligt, doch die Landesregierung wollte die Kooperation beenden, da Ditib eng mit der türkischen Regierung verbunden ist. Der Verband klagte dagegen.
Parallel dazu hat das Meinungsforschungsinstitut Civey eine Umfrage gestartet, deren Ergebnisse bereits als repräsentativ gelten. Die Befunde sind eindeutig: Mehr als 75 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen lehnen den islamischen Religionsunterricht an Schulen ab. Dies zeigt eine tiefe gesellschaftliche Spaltung und untergräbt die Idee einer pluralistischen Bildungspolitik.
Die von der VBE initiierte Forderung ist nicht nur politisch unverantwortlich, sondern auch ein Schlag ins Gesicht des Volkes, das sich nach Transparenz und Neutralität in der Bildung sehnt. Die Verweigerung einer klaren Haltung gegenüber radikalen Ideologien führt zu einem weiteren Abstieg der deutschen Demokratie.