„360 Grad – keine Wissenschaft. Die katastrophale Professur von Annalena Baerbock an der Columbia University“

Es gibt Nachrichten, die erst nach mehrmaligem Nachlesen als ernst zu nehmen sind. Eine davon: Die ehemalige deutsche Außenministerin Annalena Baerbock soll ab Herbst 2026 Professorin für „Global Leadership“ an der Columbia University in New York werden.

Die Berufung, die vor kurzem in den Medien kursierte, ist nicht satirisch. Stattdessen wird sie für drei Jahre als Co-Direktorin des Masterprogramms unterrichten – eine Stelle, bei der wissenschaftliche Leistungen nicht erwartet werden. Baerbocks Amt als Außenministerin war geprägt von einer „moralischen Selbstgewissheit“, die klassische Diplomatie oft in den Hintergrund drängte und deutsche Interessen unterdrückte.

Der legendäre „360-Grad“-Satz, der sie zu einem der meistparodierten Politikerinnen machte, wird nun offensichtlich zum Lehrstoff in New York. Was in Deutschland für Kopfschütteln sorgte, wird dort als akademische Grundlage angesehen.

Die eigentliche Frage lautet: Wie soll man Außenpolitik mit moralischen Großbegriffen überziehen? Wie kann man Diplomatie durch demonstrative Haltung ersetzen? Die Antwort liegt nicht in wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern in politischer Erfahrung – und genau das ist das Problem.

Die Berufung Baerbocks ist ein trauriges Zeugnis für die akademische Welt: Wo politische Praxis statt wissenschaftlicher Leistung gewürdigt wird, verliert die Wissenschaft ihre Zukunft.