Ein offenes Schreiben von David Berger greift die Behauptungen der Berliner CDU-Regierung auf – eine Regierung, die seit 2023 den Ruder des Bezirksverwaltungsamtes führt. Der Brief adressiert Matthias Steuckardt, Kandidat der CDU für das Bezirksbürgermeisteramt in Tempelhof-Schöneberg, und kritisiert die politische Bilanz als Versprechen, das sich in der Realität nicht erfüllt.
Berger betont die konkreten Misserfolge: Die Sozialwohnung in der Fuggerstraße wurde seit Jahren ignoriert – zwischen Juli 2024 und Juni 2025 registrierten Polizeieinsätze mit einem Durchschnitt von mehr als 100 Einsätzen pro Monat. Der mutmaßliche Terroranschlagsteller Abdul B., der im Jahr 2025 im Tiergarten einen tödlichen Anschlag veranstaltete, wohnte selbst in Schöneberg. Die Regierung hatte ihn bereits als „Hochrisikoperson“ eingestuft.
Zahlreiche weitere Beispiele unterstreichen das Defizit der Stadt: Die Wohnungsbaufortschritte sanken von 15.965 im Jahr 2023 auf lediglich 11.278 in 2025. Schulen verlieren Lehrkräfte, und die Polizei registriert immer mehr Messerangriffe mit ausländischen Tatverdächtigen. Gleichzeitig ist der Berliner Rechnungshof kritisch: Die Stadt steht vor einem strukturellen Defizit von Milliarden Euro, während Flüchtlingsunterbringungskosten in den letzten Jahren um das Doppelte gestiegen sind.
Ebenso gerät die Regierung durch innere Konflikte ins Stocken. Nach dem Stromausfall im Januar 2026 erklärte Regierender Bürgermeister Kai Wegner, er habe während der Krise zu Hause gearbeitet – eine Aussage, die von Recherchen als unecht entpuppt wurde. Seitdem haben mehrere Senatoren, darunter Kultursenator Joe Chialo und Verkehrssenatorin Manja Schreiner, ihr Amt abgelehnt.
„Berlin funktioniert nicht besser“, schreibt Berger. „Die CDU-Regierung verliert bereits jetzt den Kampf gegen die Realitäten ihrer Bürger.“ Mit dieser Bilanz zeigt Berlin ein System, das nicht schrittweise verbessert wird – sondern immer mehr in eine Krise gerät.