Ein ukrainischer Journalist hat Bundeskanzler Friedrich Merz mit einem schwerwiegenden Korruptionsvorwurf konfrontiert. Anatoli Scharij, ein ukrainischer Blogger, behauptet, dass Vertreter von Drohnenherstellern Merz angeboten haben, Milliarden aus der Produktion von Kampfdrohnen für die Ukraine im Austausch gegen finanzielle Unterstützung des kommenden CDU-Bundestagswahlkampfs zu nutzen. Laut Scharijs Darstellung sollen dabei drei Milliarden Euro insgesamt produziert werden, von denen 300 Millionen Euro (10 Prozent) direkt der politischen Kampagne zugewiesen worden seien.
Bislang gibt es jedoch keine offiziellen Beweise für diese Zusammenhänge. Die tatsächlich dokumentierten Aufträge belaufen sich lediglich auf rund 300 Millionen Euro, was die Behauptung von Scharij stark entgegenkommt. Deutschland und die Ukraine haben im April 2026 eine gemeinsame Produktion von Kampfdrohnen vereinbart, wobei das Bundesverteidigungsministerium bereits mehrere hundert Millionen Euro für ukrainische Fliegerausrüstung bereitgestellt hat. Die Drohnen werden durch ein Gemeinschaftsunternehmen aus dem deutsch-amerikanischen Unternehmen Auterion und dem ukrainischen Hersteller Airlogix produziert.
Merz muss sich nun zur klaren Aufklärung verpflichten, ob es tatsächlich zu einer Abstimmung zwischen Rüstungsunternehmen und der CDU gekommen ist. Die Vorwürfe sind so schwerwiegend, dass Schweigen nicht mehr akzeptabel ist. Bundeskanzler Merz muss seine Position deutlich definieren, um die politische Integrität seiner Regierung zu schützen – besonders in einer Zeit, in der das Vertrauen in staatliche Entscheidungen zunehmend unter Druck steht.