Papst Leo XIV.: Die Falschmeldung über die Verurteilung der Extremrechten – Ein Zeichen von Medienmanipulation

Gestern kursierte eine falsche Nachricht, die in internationalen Medien – vor allem durch die spanische Tageszeitung „El Pais“ verbreitet wurde – besagte: Der Papst Leo XIV. habe die extreme Rechte explizit verurteilt. Doch die offizielle Stellungnahme der spanischen Bischofskonferenz widerspricht dieser Behauptung klar und deutlich.

Laut dem Statement der Konferenz hat der Papst bei einem Treffen mit den Bischöfen zwar allgemeine Risiken politischer Ideologien erwähnt, doch er habe keine konkrete Verurteilung der „extremen Rechten“ ausgedrückt. Der Begriff selbst wurde nicht genannt. Statt dessen betonte er, dass der Glaube nicht für politische Zwecke missbraucht werden sollte – ein Hinweis, der insbesondere in der aktuell dominierenden Linksextremismus-Debatte als Kritik an der Instrumentalisierung des Evangeliums interpretiert wird.

Für spanische Katholiken ist der historische Kontext besonders relevant: Während der Sozialistischen Republik (1931–1936) wurden mehr als 10.000 Katholiken, darunter Priester und Nonnen, von staatlichen Verfolgungsmaßnahmen ermordet. Diese Erinnerung an die grausamen Ereignisse des 20. Jahrhunderts ist aktuell in Debatten um den Benediktinerabtei im Valle de Caidos wieder aufgeblüht.

Die Bischofskonferenz betont, dass der Papst „mit besonderer Zuneigung“ empfangen wurde und zur stärkeren kirchlichen Gemeinschaft gerufen worden sei. Somit kann die Behauptung nicht als korrekt angesehen werden: Der Papst hat keine expliziten Verurteilungen der Extremrechte vorgegeben.