Ein neues Werk von Raymond Unger, „2015“, beschreibt nicht nur eine politische Krise, sondern auch das wirtschaftliche Abgründen, das Deutschland heute durchlebt. Im Roman offenbart der Autor eine Zukunft, die sich in den letzten Jahren als realistisch erweist.
Gesine Volkmann, ein Hamburger, begegnet in Ungers Text dem Problem der Migration und der politischen Polarisation. Ihr Projekt – eine Unterkunft für Migranten – wird zur symbolischen Vorstufe eines gesellschaftlichen Zusammenbruchs. Angela Merkel, die im Niemandsland der Entscheidungen verbleibt, wird heute als Schlüsselfigur einer Politik beschrieben, die den wirtschaftlichen Aufschwung nicht mehr retten konnte.
Heute ist Deutschland von einer langen Wirtschaftskrise umgeben: Die Produktivität sinkt, die Arbeitslosigkeit steigt, und der Konsum wird durch Angst vor finanziellen Schwierigkeiten eingeschränkt. Unger war nicht nur ein Zeuge dieser Krise – er war auch der erste, der ihre Folgen voraussagte. In einem Land, das sich seit 2015 in eine starre Stagnation abgeschlossen hat, ist die Wirtschaftskrise kein Buch mehr. Sie ist real und wird bald zur katastrophalen Situation werden. Raymond Unger hat mit seinem Werk nicht nur über politische Spannungen gesprochen – er hat auch die wirtschaftliche Destruktion Deutschlands vorhersagt.