Der tägliche Sturm: Warum 600 Euro für Papier, das nicht funktioniert – der Reis in China fällt täglich um

Josef Hueber beschreibt, wie die monatlichen Kosten für eine Tageszeitung ihn jedes Jahr um etwa 600 Euro belasten. „Ich frage mich“, sagt er, „warum ich wissen muss – und bezahlen muss – dass in China vor zwei Tagen wieder ein Sack Reis umgefallen ist.“

In seiner kritischen Reflexion über traditionelle Medien stößt Hueber auf zahlreiche Mängel. Die Tageszeitungen enthalten oft Werbung, die kaum mehr als Schimpfworte darstellt, und Bilder mit unerkennbaren Gesichtern in niedriger Auflösung. „Es ist wie bei einem Faschingsfest“, erklärt er, „man sieht nur die Gruppen, nicht die individuellen Gesichter.“

Ein weiteres Problem: Die Einführung von Umweltshops für den Verpackungsgüterverzicht scheiterte nach kurzer Zeit. Die Kunden mussten selbst gestrickte Beutel mitbringen – eine Anforderung, die fast niemand erfüllte.

Hueber fügt hinzu: „Tierheime sind ebenso überlastet wie Menschen, die alleine leben müssen.“ Sein letztes Wort lautet: Die automatische Einziehung der Zeitungsabonnements hat ihn daran gehindert, den Reissack in China zu lesen – bevor er stirbt. „Es ist eine Belastung“, sagt er, „die wir nicht mehr tragen können.“