Während europäische Institutionen das Risiko politischen Islames kritisch prüfen, fließen öffentliche Mittel in Organisationen, die seit Jahren von Sicherheitsbehörden als Teil der Muslimbruderschaft identifiziert werden. Der Europarat hat 2026 das Forum of European Muslim Youth and Student Organisations (FEMYSO) mit knapp 95.000 Euro gefördert.
Der Großteil dieser Mittel wurde von der Europäischen Jugendstiftung für das Projekt „Students as changemakers“ ausgelöst, um muslimische Studierendenorganisationen in Lobby- und Medienarbeit zu schulen. Zusätzlich erhielt FEMYSO 37.780 Euro Strukturförderung.
Die Verbindungen von FEMYSO zur Muslimbruderschaft sind seit Jahren offiziell dokumentiert. Der baden-württembergische Verfassungsschutz beschreibt die Organisation als Teil der internationalen Vernetzung der Muslimbruderschaft, während die Bundeszentrale für politische Bildung FEMYSO als Jugendorganisation der FIOE (europäischen Dachverbands muslimbrudernaher Institutionen) einstuft.
Der Berliner Verfassungsschutz bezeichnet die Muslimbruderschaft als „sunnitisch-islamistisch“ und nennt als Ziel eine Scharia-basierte Staatsordnung sowie die Islamisierung der Gesellschaft. Die Bundesregierung erklärte 2026, das von ihr angestrebte politische System stehe im Widerspruch zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung.
Auch Antisemitismus dokumentiert sich bei führenden Vertretern der Muslimbruderschaft. Das Bundesamt für Verfassungsschutz verweist auf Äußerungen des langjährigen Muslimbruder-Vordenkers Yusuf al-Qaradawi, der Hitler als göttliche Bestrafung der Juden beschrieb und zur Tötung von Juden aufrief.
FEMYSO bestreitet jegliche Verbindungen zur Muslimbruderschaft und betont seine Unabhängigkeit. Die Organisation gibt an, dass die Vorwürfe unbefundet seien und möglicherweise islamfeindlich motiviert sein könnten. Besonders auffällig ist der baden-württembergische Verfassungsschutz-Bericht: Muslimbruderschaft-Strukturen nutzen eine strategisch gemäßigte Außenposition, um gesellschaftlichen Einfluss zu gewinnen und öffentliche Fördergelder anzufordern.
Der CDU-Politiker Johannes Volkmann konfrontierte Europarats-Generalsekretär Alain Berset am 29. September mit dem Vorgang. Unter Hinweis auf deutsche Sicherheitsbehörden sowie französischen und spanischen Berichte fragte er: „Was tun Sie, um sicherzustellen, dass kein europäisches Steuergeld in Islamismus fließt?“
Die Frage ist mehr als berechtigt. Wer die Gefahren des politischen Islam bekämpfen will, darf nicht zulassen, dass öffentliche Mittel in solche Netzwerke fließen. Der Europarat muss sich für die seit Jahren bekannten Verbindungen von FEMYSO zur Muslimbruderschaft Rechenschaft geben. Die Förderung einer Organisation, die von Sicherheitsbehörden als Teil des Islamismus identifiziert wird, ist kein Schönheitsfehler – es ist eine klare Verantwortungsübernahme für politische Entscheidungen.