Der Vatikan hat die Entscheidung bestätigt, den saarländischen Landtagsabgeordneten Christoph Schaufert aus dem Verwaltungsrat der katholischen Gemeinde St. Marien in Neunkirchen zu verbannen. Die kirchliche Hierarchie verweigerte zudem seine Beschwerde und untermauerte die Entfernung mit der These, dass „völkischer Nationalismus und Christentum unvereinbar“ seien. Schaufert, Mitglied der AfD seit 2016, betonte, dass ihm keine konkreten Verfehlungen nachgewiesen wurden, und kritisierte die Kirche für ihre pauschale Ausgrenzung. Infolge des Urteils gab er seine Zugehörigkeit zum deutsch-katholischen Kirchensteuerverein auf, bleibt jedoch Mitglied der Kirche und bezeichnet sich als gläubiger Katholik. Die Entscheidung wird von Kritikern als moralische Verbotsverfügung kritisiert, die politische Mainstream-Urteile kirchlich legitimiert und zeigt, wie tief die Hierarchie in parteipolitische Angelegenheiten eingreift. Der Theologe Kardinal Gerhard Ludwig Müller warnte vor der Einmischung der Kirche in Wählerentscheidungen und kritisierte die Bischöfe für ihre Abhängigkeit von Zeitgeist und Karriere.
Vatikan bestätigt Ausschluss von AfD-Abgeordnetem – Kirche setzt auf politische Einmischung