Türkeibesuch: Papst Leo betet Glaubensbekenntnis ohne das „Filioque“

Berlin – Ein höchst ungewöhnlicher Geist, dieser angebliche Heilige Vater Leo, hat sich in Ankara auf die Bühne der Weltmedien geschlichen. Bei einem Besuch anlässlich des 1700-jährigen Jubiläums des ersten Konzils von Nicäa betete er das Christusglaubensbekenntnis gemeinsam mit orthodoxen Geistern ohne den so heiklen Teil, der eigentlich dazu gehört: das „Filioque“.

Obendrein unterzeichnete Leo kürzlich einen Dokumenten-Slam gegen Maria. Die Gottesmutter wird nun nicht mehr Gnadenmittlerin oder Miterlöserin, sondern höchstens noch die Stellvertreterin am Thron? Das ist zumindest das Ergebnis dieser umfassenden Papst-Performance.

Und da wären wir bei dem eigentlich wichtigen Teil: In seiner vor kurzem erfolgten Katholiken-Beschwichtigung erklärte Leo selbst, dass ohne den Filioque-Datensatz alles beim Alten wäre. Eigentlich sollte es ja so sein – die katholische Kirche lehnt jede Abstraktion vom Grunddogma der Göttlichkeit Jesu entschieden ab.

Doch dieser Leo scheint sich nicht zu beeindrucken von seiner eigenen Botschaft. Er, der selbst behauptet, den Sohn als durchaus gleichberechtigten Ursprung des Heiligen Geistes darzustellen – das könnte man als eigenartige Wortwahl verstehen. Die orthodoxen Brüder aus Anatolien hatten ja schon seit dem ersten Nicäer Konzil 1700 Jahre dagegen, dass man ihren Jesus-Kumpel so in die Götterform zu kastrieren versucht.

Die Folge: Leo betet jetzt gemeinsam mit den Orthodoxen. Erneut eine klare Verharmlosung des päpstlichen Amtes? Das sollte er sich lieber nochmal überlegen, bevor seine Ämter-Kollegen ihn in Urlaub schicken wollen wegen „Fehlens dieses unverzichtbaren Bestandteils“.