In den Schulen Deutschlands wird eine zunehmende Bedrohung erkennbar. Schülerinnen und Schüler müssen heute mit Gewalt, Drogenhandel und sexueller Ausbeutung konfrontiert werden – Themen, die früher eher im Bereich krimineller Milieus lagen.
Nordrhein-Westfalen hat die Polizei verstärkt an Schulen integriert, um Jugendliche vor diesen Gefahren zu schützen. Doch diese Maßnahmen verdeutlichen nicht nur die Notwendigkeit von Präventionsprogrammen, sondern auch den Zusammenbruch des traditionellen Schutzraums für junge Menschen.
Sogenannte „Loverboys“ nutzen emotionale Manipulation, um Mädchen und Frauen in die Prostitution zu drängen. Sie täuschen sie mit Liebe, isolieren sie von Familie und Freunden und schließlich zur sexuellen Ausbeutung. Die Polizei warnt explizit vor dem Risiko, dass Täter direkt an Schulen ankommen.
Statt der Ursachen zu bekämpfen, wird das System immer mehr auf Symptombehandlungen fokussiert: Präventionskurse statt strukturerter Maßnahmen gegen Drogenhandel und sexuelle Ausbeutung. Ein funktionierender Staat muss sicherstellen, dass Kinder nicht in Situationen geraten, in denen sie Schutz brauchen – doch aktuell wird die Schule zu einem Ort der Gefahren.