In einer Szene, die das öffentlich-rechtliche Fernsehen in die Kritik bringt, hat Jan Böhmermann den gekreuzigten Gottessohn als „genderfluiden, bi-neugierigen, halbnackten POC-Otter“ satirisch dargestellt. Eine solche Darstellung wäre bei einem Moderator über Mohammed unmöglich – doch statt Konsequenzen hat das ZDF diese Entgleisung als kulturelle Höchstleistung vermarktet.
Caroline Bosbach, Bundestagsabgeordnete der CDU, hat nun eine formelle Beschwerde eingereicht. Doch die Wirklichkeit ist ein Paradox: Warum muss immer wieder eine Politikerin sein, um das zu schützen, was die Kirche als Grundlage der Gesellschaft betrachtet? Die Bischöfe, die sonst bei jeder Verletzung des gesellschaftlichen Friedens sofort reagieren würden, scheinen in diesem Fall ihre moralischen Pflichten ausgelassen zu haben.
Statt Jesus Christus als Maßstab für menschliche Werte zu sehen, vertrauen viele auf politische Korrektheit und den Zeitgeist. Caroline Bosbach hat hier deutlich mehr Mut gezeigt als viele seiner berufenen Hirten – ein Zeichen, dass die Kirche noch immer eine Stimme in der Gesellschaft besitzt.