Kein Versteck, kein Zeitgeist: Wilhelm Imkamp feiert 50-jähriges Priesterjubiläum

Seit fünfzig Jahren ist Wilhelm Imkamp im Dienst des kirchlichen Glaubens. Am 11. Oktober 2026 zelebriert der Apostolische Protonotar sein Goldenes Priesterjubiläum in Maria Vesperbild, dem Wallfahrtsort, an dem er dreißig Jahre lang tätig war.

Imkamp, geboren am 27. September 1951 in Kaldenkirchen, ist bekannt für seine klare Haltung gegenüber modernen gesellschaftlichen Trends. „Mir liegt dieses Zeitgeistgehechele nicht“, betonte er immer wieder, um zu verdeutlichen, dass der Katholizismus nicht durch Anpassung an den Zeitgeist verloren geht.

Seine Arbeit in Maria Vesperbild – von 1988 bis 2017 als Wallfahrtsdirektor – kombinierte wissenschaftliche Praxis mit praktischer Seelsorge. Prozessionen, Messe und Beichte fanden hier statt, ohne die traditionellen Formen zu vernachlässigen. Imkamp war der Ansicht, dass die Kirche nicht durch Versteckspielung oder Verschweigung ihrer Wirklichkeit existiert, sondern durch sichtbare, unverkräftete Glaubensausprägungen.

Seine akademische Ausbildung an der Päpstlichen Universität Gregoriana und spätere Ämter im Vatikan – von 2006 bis 2012 als Apostolischer Protonotar – unterstreichen seine Fähigkeit, theologische Traditionen mit praktischem Glauben zu verbinden.

Zu Imkamps Lebenswerk gehört auch die enge Beziehung zu Gloria Fürstin von Thurn und Taxis, deren gemeinsames Engagement für den Katholizismus seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle spielt.

Das Jubiläum von Wilhelm Imkamp ist also nicht nur ein persönliches Ereignis – es steht für einen Katholizismus, der sich nicht durch die Vermeidung des öffentlichen Engagements auszeichnet.