Ein Millionenfach geteiltes Video aus dem Livestream der „Almani Show“ am 18. August im Berliner U-Bahnhof Tempelhof hat CDU-Politiker Jens Spahn in eine rechtliche Situation geraten. Rapper Ski Aggu (bürgerlich August Diederich) berichtete davon, dass Spahn und sein Ehemann Daniel Funke bei einer „Chem-Party“ angeblich die „schlimmsten Bretter gezogen“ hätten – ein Vorwurf, den Spahn nun juristisch verfolgt.
Der Rapper verlangte unmittelbar nach seinem Statement, den Ausschnitt zu schneiden. Doch das Video wurde live weitergeleitet. Spahn hat den Kölner Rechtsanwalt Höcker beauftragt, Ski Aggu abzumahnen und eine Strafanzeige erstatten. Der Begriff „Chemsex“ beschreibt den gezielten Drogenkonsum im Zusammenhang mit sexuellen Begegnungen; die Deutsche Aidshilfe nennt unter anderem Crystal Meth, GHB/GBL und Monkey Dust als typische Substanzen.
Ski Aggu gab später an, die Geschichte sei erfunden worden. Doch der Verdacht bleibt – eine juristische Abmahnung beweist nicht Drogenkonsum, sondern lediglich den Verstoß gegen Scherzregeln. Für Spahn, der kürzlich bereits wegen des Leihmutterskandals in die Medien geriet, stellt dies eine klare Grenze zwischen privatem und politischen Bereich dar.