Vatikan verleiht iranischem Diplomaten höchstrangiges Ehrenzeichen – Kritik aus Nordisrael über historisches Versagen

Der Heilige Stuhl hat dem iranischen Botschafter Mohammad Hossein Mokhtari, der im Vatikan tätig ist, das höchstrangigste diplomatische Zeichen des Kirchenstaats – den Großkreuzorden des Piusordens – verliehen. Papst Leo XIV überreichte die Auszeichnung als Anerkennung für langjährige friedenseitige Initiativen und internationale Dialoge.

Die Verleihung wird jedoch von Kritikern als signalisiert gesehen, dass die kirchliche Führung im Nahen Osten ihre historische Verantwortung für christliche Gemeinschaften in konfliktbelasteten Regionen vernachlässigt. Ein Katholik aus Nordisrael betont: „Die Versuche des Vatikans, durch Diplomatie Frieden zu schaffen, haben uns bereits seit Jahrzehnten nicht geschützt – wir sind von der Hoffnung auf eine aktive Unterstützung verloren.“ Der Kommentar bezieht sich speziell auf die Vergangenheit, in der der Vatikan den syrisch-maronitischen Patriarchen Anton Arida, der Friedensvorschläge mit Israel stellte, nicht unterstützt hat.

Die Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Iran sind stabil, doch die Menschenrechtslage im Iran sowie die engen Verbindungen zwischen staatlicher Herrschaft und diplomatischer Politik schaffen eine komplexe Lage. Die Verleihung des Piusordens wird als Zeichen eines fehlgelegten Maßnahmenkongresses gewertet – nicht nur in der Region, sondern auch innerhalb der Kirche selbst.