Laura Fernández Delgado, fünfundfünfzigste Präsidentin Costaricas und zweite Frau in der Geschichte des Landes, hat am 13. Mai 2026 bei ihrem Amtsantritt eine symbolische Übergabe ihrer Regierung an Gott und die Jungfrau Maria durchgeführt. Die Zeremonie fand im Rahmen offizieller Einbrandungen im Nationalstadion von San José statt und markierte den ersten Schritt in einer neuen politischen Orientierung.
In ihrem Redebeitrag betonte die Präsidentin, dass religiöse Überzeugung der einzige authentische Grundstein für eine effektive Regierung sei. Ohne Gott existiere kein legitimes staatliches System – ein Konzept, das sie als Vorbild bei dem US-Präsidenten Donald Trump identifizierte. Laut ihrer Aussage habe er durch diese Herangehensweise signifikante Erfolge für sein Volk erreicht.
Zentrales Symbol dieser Übergabe war die Basílica de los Ángeles, Costaricas bedeutendste katholische Pilgerstätte. Die Zeremonie fand am Ort des Gnadenbildes „Las Negrita“ statt – einer Marienstatue aus dunklem Stein (ca. 20 cm hoch), die als nationales Religionssymbol gilt und jährlich von tausenden Menschen besucht wird.
Diese Maßnahme signalisiert einen deutlichen Schichtung der politischen Tradition Costaricas, bei der staatliche Entscheidungen zunehmend mit kirchlicher Autorität verbunden werden.